Werte und Einstellungen

Mit der dritten Programmfrage soll getestet werden, wie verbreitet das Wissen um die negativen Auswirkungen der Fast Fashion Produktion ist. Besonders im Hinblick auf den Trend der Nachhaltigkeit kann somit die Frage geklärt werden, ob es sich für MaßschneiderInnen lohnt, mehr in Aufklärungsarbeit zu investieren und den ökologischen Aspekt als Verkaufsargument in den Vordergrund zu rücken.



Zusammenfassung


Bereitschaft für besser Qualität/Umwelteinflüsse/Produktionsbedingungen mehr Geld zu zahlen

Die Frage nach der Bereitschaft, mehr Geld für bessere Qualität/Umwelteinflüsse/Produktionsstandards auszugeben, bejahten jedoch 91,5% der Befragten. Nur 18 der 212 gewerteten Teilnehmenden antworteten hier mit „Nein“. 

Höhe des Betrags, der pro Monat mehr für faire Kleidung ausgegeben würde

Die größte Gruppe, 57 Befragte, gab hier an, bis zu 100 Euro pro Monat mehr in Kleidung zu investieren, sollte diese für bessere Produktionsstandards stehen. 51 Personen antworteten, monatlich bis zu 50 Euro mehr ausgeben zu wollen, 24 antworteten „Bis zu 200 Euro“. Als „Keine konkrete Antwort“ (n = 26) wurden Aussagen wie beispielsweise „Das kommt darauf an“ oder „Was immer notwendig ist, um die Kleidung mit gutem Gewissen zu tragen“ gewertet. Den kleinsten Teil macht die Anzahl der Personen, die in der Kategorie „Mehr als 200 Euro lagen. Hier waren es nur sieben Personen (4,0%).

Weitere Erkenntnisse: 

Da die Frage zur Höhe der Mehr-Ausgaben für faire Kleidung ursprünglich als offene Frage formuliert und erst für die Darstellung in die verschiedenen Kategorien eingeteilt wurde, formulierten einige Befragte ihre Antwort nicht auf einen Preis bezogen. Acht Personen gaben an, ihr Konsumverhalten umstellen zu wollen: lieber weniger Teile zu faireren Preisen kaufen, anstatt das Budget pro Monat zu erhöhen. 

Besonders im Bereich der vierten Programmfrage zur Maßschneiderei wurde dieses Thema wiederholt aufgegriffen. 


Einfluss von Informationen über Umwelt- und Sozialauswirkungen von Fast Fashion:



In allen drei Graphiken ist ein eindeutiger Anstieg der Besorgtheit zu erkennen, am deutlichsten bei den Informationen zu Umweltauswirkung sowie zur Aftersales-Phase/Entsorgungsstrategien: Hier ist im Bereich „Sehr besorgt“ bei den Entsorgungs-Informationen ein Anstieg von 17,9 Prozentpunkten zu verzeichnen, bei den Umwelt-Informationen sogar von 18,4 Prozentpunkten. Den schwächsten Anstieg an Besorgtheit, schlussendlich aber die höchste Anzahl an Befragten mit insgesamt 168 Stimmen (79,3%) für „Sehr besorgt“, zeigt die Abbildung zum Thema Produktionsbedingungen.
Die Anzahl der Beantwortungen beträgt in jedem Graphen 212.